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Sightseeing
Orientierung
Beim Versuch, in Prag eine Orientierung zu bekommen, fallen einige alltägliche Erscheinungen auf, die sich von den bekannten Gewohnheiten unterscheiden.
Straßenschilder
Der Einheitsgedanke in der Zeit des Kommunismus hat einen Vorteil: die Straßenschilder sind so gut wie an jeder Ecke zu finden und haben einheitliches Rot sowie eine einheitliche Größe. Gerade letzteres ist bei langen Namen wie „Václavské náměstí“ für Wenzelsplatz nachteilig, weil durch die engen Zeichen das Schild fast unleserlich wird. Unterhalb stehen immer der Stadtteilname sowie der Verwaltungsbezirk.
Hauszeichen
Als Prag noch längst nicht so groß war wie heute und viele Leute noch nicht des Lesens mächtig waren, trugen die Häuser zum besseren Auffinden schöne Hauszeichen in der Fassade. Diese hingen mit dem Namen der Bewohner oder aber mit deren Beruf zusammen. So war damals klar, wen man in einem Haus mit drei kleinen Geigen antreffen würde. Die schönsten Hauszeichen sind heute in den verwinkelten Gassen der Altstadt oder in der Kleinseite anzufinden. „Zum blauen Hecht“, „Zum Karpfen“ oder „Zur blauen Rose“ sind gelungene Beispiele. Heutzutage haben die Häuser einheitlich zwei Schilder. Das blaue ist die uns bekannte und ursprünglich aus Frankreich importierte Hausnummer. Die rote ist hingegen die Katasternummer. Eine korrekte Adresse wird im Format „Straße rot/blau“ angegeben. Manchmal wird die blaue Nummer weggelassen, was dem Suchenden viel Arbeit bescheren kann. Die meisten Reiseleiter bieten spezielle Führungen zu den Hauszeichen an.
Zebrastreifen
Die Verkehrsregeln sind im großen und ganzen die gleichen wie im übrigen Europa auch. Doch eine Ausnahme kann für die Fußgänger sehr gefährlich werden. Zebrastreifen waren bislang als eine Empfehlung anzusehen, wo die Straße überquert werden kann, wenn sie frei war, Autos hatten hier Vorfahrt. Erst 2001 wurde dies der europäischen Norm angepasst, so dass die Fußgänger Vortritt haben. Das hat jedoch noch nicht jeder Autofahrer gemerkt, also Vorsicht!



