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Sightseeing
Aussichtspunkte
Die Stadt hatte nach der Zählung des Schriftstellers Bolzano im 19. Jahrhundert 105 Türme, heute sind es etwa 500. Dazu kommt die Lage auf sieben Hügeln innerhalb des Stadtgebiets, so dass sich einige Aussichtspunkte für einen einmaligen Überblick anbieten.
Hanavský pavilon (Hanauer Pavillon)
Für die Jahrhundertausstellung 1891 wurde auf dem Letná-Plateau ein kleiner Jugendstilpavillon aus Hanauer Gusseisen erbaut. Dieser Papagenokäfig bietet die beste Aussicht auf die Moldaubrücken. Im Inneren befindet sich inzwischen ein kleines, aber nobles Restaurant in eher gehobener Preisklasse. Auch für den kleinen Geldbeutel empfiehlt sich der Genuss einer Erfrischung und des Panoramas.
Letenské sady 173 (Prag 7 - Holešovice), 233 323 641, www.hanavskypavilon.cz, 11.30-1
neu gegenüber 1. Auflage: Adresse, Telefon, Internetadresse, Öffnungszeiten
Hotel Corinthia Towers
Das Fünf-Sterne-Haus von 1988 wurde am südlichen Ende der Nusle-Brücke unter dem Namen Forum eröffnet. Ehrfürchtig hebt sich der moderne Bau in die Höhe als Kontrast zum gegenüber der Magistrale befindlichen flachen Kongresszentrum mit ähnlichen Ausmaßen, nur liegend. Im 25. und 26. Stockwerk befindet sich der Fitnessclub des Hotels mit einem Schwimmbad. So kann man die Aussicht auf Prag im Wasser erleben. Wer keine moderne Architektur liebt, sollte trotzdem den Aufstieg wagen, da das Hotel selbst nicht mehr zu sehen ist.
Kongresová 1 (Prag 4 – Nusle), 261 191 326, http://towers.corinthia.cz, Mo-Fr 7-22.30, Sa-So 9-21
neu gegenüber 1. Auflage: Telefon, Internetadresse
Jan-Žižka-Denkmal
Die größte Bronzestatue der Welt mit 16,5 Tonnen und 9 m Höhe ohne Sockel steht auf dem Berg Vítkov, der heute ebenso wie der umliegende Stadtteil nach dem hussitischen Feldherrn Jan Žižka in Žižkov benannt ist. Der Einäugige konnte in den Hussitenkriegen im 15. Jahrhundert die Angriffe der Kreuzritter von dem Berg aus verteidigen. Der Betonklotz im Rücken der Statue ist als Mausoleum für die kommunistischen Präsidenten Gottwald, Zápotocký und Novotný erbaut worden. Die Aussichtsplattform der Gedenkstätte zu erklimmen, lohnt sich insbesondere im Herbst und zu Frühlingsbeginn, wenn die Bäume noch nicht ihre volle Pracht tragen. Diese versperrt nämlich die ansonsten weite Sicht. Unter dem Berg existiert ein beleuchteter Fußgängertunnel für den schnellen Weg von Žižkov nach Karlín. In dessen Nähe huldigt die ziemlich verschrobene Kneipe „Zum ausgeschossenen Auge“ dem Heerführer.
Petřínská rozhledna (Aussichtsturm auf dem Laurenziberg)
1891 entstand auf dem romantischen Laurenziberg gegenüber dem Burgberg der Aussichtsturm, der von der Form her an den zwei Jahre zuvor eingeweihten Pariser Eiffelturm angelehnt wurde. Beide haben die Gemeinsamkeit, dass sie 320.75 m Höhe mit ihrer Spitze erreichen – nur beim Prager Turm wird der Berg dazugenommen, beide Messungen erfolgen vom Fluss aus. Wer die 299 Stufen nach oben schafft, wird mit einer grandiosen, sehr weitläufigen Aussicht belohnt. Nicht nur die Altstadt, sondern davor die Kleinseite oder aber weiter hinten die Neustadt sind auszumachen. Zur anderen Seite ist das riesige Strahov-Stadion zu sehen sowie die umliegenden, moderneren Stadtteile. Seit Mitte Oktober 1998 erstrahlt der Turm am Abend. Dieser Anblick ist am beeindruckendsten bei einer Fahrt am Kleinseitner Moldauufer oder beim Blick von der Legionenbrücke in Richtung Burg und Karlsbrücke oder aber von dem Strahov-Kloster aus.
Petřínské sady (Hradčany), April-August 10-22, September-Oktober 10-18, November-März nur an Wochenenden 10-17
neu gegenüber 1. Auflage: Öffnungszeiten
Staroměstský pilíř (Altstädter Pfeiler)
Auf der Altstädter Seite der Čech-Brücke wurde der Platz unter dem Brückenpfeiler ganz praktisch genutzt, indem ein kleines rundes Restaurant mit einer witzigen Aussicht auf den Bootsanleger und natürlich auf die Moldau eingebaut wurde. Hier sind eher kleinere Gerichte zu erhalten, darunter Pizza sowie Fisch- und Käsespezialitäten.
Dvořákovo nábřeží 13 (Staré Město), 222 313 989, 11-23
neu gegenüber 1. Auflage: Telefon
TV Tower Praha
Von fast jedem Punkt aus in Prag kann man den Fernsehturm sehen, der eher an eine Rakete als an einen schönen TV Tower wie in Berlin erinnert. Kurioserweise wurde er zu einem Zeitpunkt errichtet, als sich im Westen bereits das Kabelfernsehen durchgesetzt hat. Er wird von den Pragern nicht gerade geliebt. Die mittlere Plattform bietet in einer Höhe von 95 m eine fantastische Aussicht über die Stadt, die jedoch mit einem Eintritt von Kč 60 bezahlt werden muß. Etwas darunter klimatisiertes Aussichtsrestaurant für 50 Personen mit breiter Auswahl von altböhmischer und internationaler Küche.
Mahlerovy sady 1 (Prag 3 – Žižkov), 267 005 766, www.tower.cz, 10-23
neu gegenüber 1. Auflage: Telefon, Internetadresse, Öffnungszeiten



